Erklärungen zum Verhalten entlaufener Hunde
Erklärungen zum Verhalten entlaufener Hunde
 

Das Verhalten entlaufener Hunde

 

Jährlich entlaufen mehrere tausend Hunde alleine in Deutschland. Daher sind leider hierzulande entlaufene und streunende Hunde zu einem alltäglichen Phänomen geworden, wie die vielen Suchmeldungen im privaten und öffentlichen Raum zeigen. Diese Tiere, die häufig extrem schwer anzulocken sind, gefährden Tag für Tag sich selbst und andere.

 

Tragischerweise wird die Situation gerade durch unsachgemäße "Suchanktionen" häufig weiter verschlimmert. Und fast täglich treffen neue Todesmeldungen von entlaufenen Hunden ein. Daher ist es besonders wichtig, das Verhalten entlaufener Hunde zu verstehen, um sie nicht vom Ort des Entlaufens zu vertreiben.

 

Auch wenn sich unsere Hunde im Laufe der letzten Jahrhunderte immer mehr den Menschen angepasst haben, ist ihnen ihr Instinkt und ihr genetisches Material erhalten geblieben. Stellen Sie sich einmal vor, ein Hund entläuft in einem Schreckmoment (typisches Beispiel, ein neuer Hund erschrickt und dreht sich aus dem Halsband oder Geschirr) an einem fremden Ort. Nun befindet er sich an einen für ihn unbekannten Ort, in einer fremden Situation. Für den Hund bedeutet es vom Intinkt her Gefahr, und all seine Sinne sind auf Alarmbereitschaft. Hört er nun Schritte, Stimmen, Hunde oder gar Menschen die nach ihm greifen wollen, wird er sich zurück ziehen und evtl. das Gebiet verlassen.

 

Was Sie im Notfall beachten müssen

 

Ist Ihr Hund entlaufen, so ist das Wichtigste erst einmal Ruhe zu bewahren, auch wenn dies das Schwierigste von allem ist.

 

Benachrichtigen Sie unbedingt die zuständigen Behörden (Polizei und Ordnungsamt) sowie das zuständige Tierheim oder die Tierschutzorganisation, Tasso und gegebenenfalls das Forstamt.

 

Achten Sie darauf, dass Sie immer telefonisch zu erreichen sind, und verteilen Sie weitläufig Suchplakate. Sollten Sie vor kurzem umgezogen sein, verteilen Sie die Plakate unbedingt zwischen Ihrem alten und neuen Wohnort.

 

Wenn es Sichtmeldungen gibt, zeichnen Sie bitte die Sichtungspunkte und die Sichtungszeiten lückenlos auf. Dies hilft mir später dabei, ein Lauf- und Verhaltensmuster zu erkennen und erleichtert somit das richtige Platzieren der Futter-/Köderstelle.

 

Da die ersten Stunden nach dem Entlaufen entscheidend sein können, wie schnell und ob Ihr Hund gesichert werden kann, kontaktieren Sie mich bitte sofort, wenn Sie meine Hilfe benötigen. Denn leider wird der Hund häufig vertrieben, weil genau in dieser Zeit die meisten Fehler gemacht werden. Sie erreichen mich unter der Nummer 0174 - 2020667.

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© Tierparkservice Heino Krannich